Gymnasium for the Eyes
Vita

Dionysos' Reiseapotheke, 1996 · Foto © Räse "Gymnasium for the Eyes", was soviel bedeutet wie "Training für die Augen", subsumiert eine Vielzahl von Arbeiten, deren Thema Sinneswahrnehmungen sind und die sich mit Sehen und Hören auseinandersetzen.
Gymnasium for the Eyes · Foto © Räse Die Arbeiten von Werner Klotz erfordern fast immer aktive Ausstellungsbesucher. Wirken die Arbeiten auch als Objekte im Raum durch ihre eigentümliche Ästhetik der Verbindung von technischem Instrument und künstlerischen Objekt, so funktionieren sie nur, wenn der Besucher sie "benutzt" und seine Sinne aktiviert, denn die Werke von Werner Klotz sind im doppelten Sinne "Wahrnehmungsinstrumente". Zum einen sind es Instrumente, die etwas wahrnehmen und umsetzen – Wind oder Bewegung –, anderseits sind es Instrumente, die den Benutzer etwas wahrnehmen lassen – Hören oder/und Sehen.
Gymnasium for the Eyes · Foto © Räse Die künstlerischen Untersuchungen und Experimente von Werner Klotz sind frei von jedem wissenschaftlichen Anspruch und allein auf ästhetischen Eindruck hin konzipiert, wenn auch ein erkenntnistheoretischer Anspruch gestellt wird. Diese Art und Weise läßt dem Künstler Freiraum, spielerisch mit den Dingen umzugehen, sich rein empirisch den Problemstellungen zu nähern und die Ergebnisse frei und ohne Kommentar im Raum stehen zu lassen. Hinter dem Spielerischen steht aber nicht allein der Spaß an der Freude, sondern ebenso die ernsthafte Auseinandersetzung mit Phänomenen unserer Zeit.

Dr. Barbara Barsch

Gymnasium for the Eyes · Foto © Räse
Logo Kunst Charité "Gymnasium for the Eyes" setzte vom 19. bis 30. Januar 1999 die Ausstellungsreihe "Vier Jahreszeiten" im Universitätsklinikum Charité Berlin fort.
© diálogo, Berlin, Autoren und Fotografen nach obenVita